Bodrum

Bodrum, im Südwesten der Türkei am Mittelmeer gelegen, gehört seit einigen Jahren neben Antalya, Izmir oder Alanya zu den stetig wachsenden Urlaubsorten der Türkei. Damit das ursprüngliche Stadtbild mit dem Stadtkern am Hafen erhalten bleibt, dürfen Häuser maximal zwei Geschosse haben. Hotelburgen sind damit ausgeschlossen. Bodrum beweist mit dieser Vorgabe, dass Tourismus nicht immer einen Eingriff in gewachsene Strukturen bedeuten muss. Beliebt ist die Stadt, in der traditionell Holzboote gebaut werden, vor allem bei Seglern und Wassersportlern wie Surfern und Tauchern. Sie finden dank des Windes optimale Bedingungen vor. Zum Baden sollte man sich einen Strand etwas außerhalb von Bodrum suchen. An Auswahl, gerade an familienfreundlichen Stränden, an denen die Kinder nach Herzenslust spielen können, mangelt es nicht. Abends lohnt sich ein Besuch in den Restaurants und Bars. Hier zeigt sich, dass Bodrum den Titel „St. Tropez der Türkei“ nicht ohne Grund trägt.

  • Kastell St. Peter: Die Burg wurde 1420 von dem Johannitern zwischen den Hafenbuchten der Stadt auf einer Halbinsel errichtet. Gleich, wie man sich Bodrum nähert, ist der massive Bau immer im Blick und damit das Wahrzeichen des türkischen Ferienortes. Im Kastell befindet sich heute das Unterwassermuseum, das sich vor allem der Unterwasserarchäologie widmet. Das Schiff von Uluburun ist die Attraktion. Es handelt sich dabei um ein Wrack aus der Bronzezeit. Genutzt wird die Burg zudem als Kulturzentrum.
  • Amphitheater: Das antike Theater von Halikarnassos stammt vermutlich aus dem 4. Jahrhundert vor Christus und verfügt über die typischen Merkmale der antiken Amphitheater in Rom. Die Sitzreihen waren in Form eines Hufeisens angelegt und wurden durch elf Gänge geteilt. Davor befanden sich der Orchestergraben und natürlich die Bühne. Bei einem Besuch solle man auf die alten Grabkammern achten, die in der näheren Umgebung zu finden sind.
  • Mausoleum: Mausolos, König von Karien und persischer Satrap (Provinzverwalter) gab den Auftrag für das Mausoleum. Es zählt zu den sieben Weltwundern der Antike. Das Grabmal soll 50 Meter hoch gewesen und durch ein Erdbeben zerstört worden sein. Viele der Steine wurden für den Bau des Kastells St. Peter verwendet. Von den Skulpturen, die erhalten blieben, sind einige heute in London im Britischen Museum untergebracht.
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