Sehenswürdigkeiten in Stuttgart

Die Hauptstadt Baden-Württembergs mit ihren über 600.000 Einwohnern hat nicht nur eine geographisch herausragende Lage. Die unterschiedlichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten Stuttgarts machen die Landeshauptstadt  zu einer besonders lebendigen Metropole. Sie hat für Besucher und Touristen eine Menge interessante Ort, Museen und einen ganz besonderen Zoo im Angebot. Wir laden Sie ein zu einem Rundgang durch die schwäbische Metropole. Egal ob Sie als Tourist nur einen Tag oder für einen Kurzurlaub nach Stuttgart kommen. Es lohnt sich. Beginnen wir mit einem besonderen Aussichtspunkt der Stadt:

Stuttgarter Fernsehturm

Fernsehturm in Stuttgart-Degerloch
Fernsehturm in Stuttgart-Degerloch

Wer Stuttgart von oben betrachten möchte, macht einen Ausflug auf den 216,6 Meter hohen Fernsehturm in Stuttgart. Der Turm steht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt im Stadtteil Degerloch und wurde am 5. Februar 1956 nach 20 Monaten Bauzeit fertiggestellt. Im Turmkorb befinden sich die Senderäume des SWR (Südwestrundfunk).

So wird das Wetter in Stuttgart in den nächsten Tagen:

Der Fernmelde- und Aussichtsturm gilt seither als Wahrzeichen von Stuttgart und wurde bereits von mehr als 27 Millionen Gästen besucht. Der riesige Koloss aus Stahlbeton thront auf dem Hohen Bopser (483m über NN) und bietet ca. 300.000 Besuchern jährlich einen wunderbaren weiten Ausblick über den Stuttgarter Kessel und darüber hinaus.

Im Jahr 1959 wurde das Gebäude mit einem Architekturpreis ausgezeichnet und steht seit 1986 in der Liste der Kulturdenkmäler. Doch für knapp drei Jahre musste der Turm wegen Sanierungsarbeiten ab 2013 geschlossen werden, sodass die Besucher erst mal nicht in den Genuss des weitläufigen Ausblicks über Stuttgart kommen konnten.

Seit Januar 2016 kann man den Turm wieder besichtigen und in dem Café in 150 Metern Höhe den Ausblick genießen. Zudem bietet der Turm eine Veranstaltungsebene und zwei Aussichtsplattformen, natürlich in atemberaubender Höhe.

Das Alte Schloss

Das Alte Schloss am Schillerplatz spiegelt 1000 Jahre der württembergischen Geschichte von mittelalterlicher Baukunst, prunkvoller Renaissance, Zerstörung und Wiederaufbau wieder. Es ist das älteste erhaltende Gebäude Stuttgarts, das im Jahr 941 als Wasserburg, zum Schutz des „Stutengartens“ -daher hat Stuttgart auch seinen Namen- errichtet wurde.

Zusammen mit der Stiftskirche im SüdwestflügeI, war es 400 Jahre lang das Machtzentrum Württembergs und galt als Hauptsitz der Grafen und Herzöge in Württemberg. In der direkten Nachbarschaft des Schlosses befinden sich heute die Ministerien im Neuen Schloss, die Markthalle der Stadt und das Landtagsgebäude. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zu einem charakteristischen Renaissance- Schloss mit Residenz und Arkadenhof umgebaut.

Altes Schloss Stuttgart
Das altes Schloss in der Stuttgarter Innenstadt

Von Veitmueller at de.wikipedia, CC BY-SA 3.0

Im 18. Jahrhundert jedoch verlor die königliche Residenz, mit der Neugründung von Ludwigsburg und dem dazugehörigen Schloss an Bedeutung. Nach mehrfachen Umbauten und Ergänzungen fiel das Alte Schloss 1931 einem Brand zum Opfer. Kurz nach dem Wiederaufbau jedoch wurde es auf Grund von Luftangriffen im zweiten Weltkrieg großflächig zerstört, wobei auch viele geschichtliche Sammlungen verloren gingen.

Seit dem Wiederaufbau im Jahr 1969 kann man das Alte Schloss wieder in voller Pracht bewundern. In dem Gebäude befindet sich seit 1948 das Landesmuseum, das die gesamte Geschichte Württembergs präsentiert. Im Innenhof des Schlosses ist ebenfalls eine Reiter Statue des Graf Eberhard I., der erste Herzog Württembergs (1495) zu besichtigen. In den Sommermonaten werden regelmäßig Sommerkonzerte gegeben, bei denen die prachtvolle Residenz im Hintergrund erleuchtet.

Innenhof im alten Schloss in Stuttgart
Innenhof im alten Schloss in Stuttgart

Von Julian Herzog, CC-BY 4.0

Neues Schloss

Zusammen mit dem Alten Schloss und dem Schlossplatz bildet das Neue Schloss die ehemalige Residenz der württembergischen Herzöge und Könige. Herzog Carl Eugen von Württemberg (1744-1793) plante mit dem Bau der barocken Schlossanlage aus Stuttgart das Versailles zu errichten.

Als der damals 16-jährige nach Stuttgart kam, wollte er eine für Fürsten standesgemäße Residenz, die nur so vor Prunk und Größe strotzte – das Alte Schloss genügte ihm daher nicht. Das Neue Schloss prangt nun die für die damalige Zeit typische dreiflüglige Anlage direkt in der Stuttgarter Innenstadt.

Das neue Schloss in Stuttgart
Das neue Schloss in Stuttgart

Der Schloss- und Schillerplatz verbinden das neue mit dem alten Schloss und bietet eine Formation von Gebäuden mit Stilen aus sämtlichen Epochen vom Mittelalter bis hin zur Neuzeit.

Noch heute wird das repräsentative Gebäude für Kultur und Festveranstaltungen genutzt und dient den Ministerien für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg als Sitz. Im Untergeschoss der Anlage befindet sich eine Ausstellung der römischen Antike.

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Mercedes-Benz Arena

Sie gilt als Heimat des VfB Stuttgart und bietet somit rund 60.000 Zuschauern die Möglichkeit jeglichen Emotionen beim Fußball freien Lauf zu lassen. Die Mercedes-Benz Arena im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt wurde 1933 im Neckarpark in Stuttgart errichtet und seitdem mehrfach um- und ausgebaut. Auf insgesamt 60.449 Sitzplätzen können sich die Fußballfans austoben.

Blick von Stuttgart-Rotenberg auf das Stadion
Blick von Stuttgart-Rotenberg auf das Stadion

Aber auch Popkonzerte und kirchliche Veranstaltungen werden dort regelmäßig inszeniert. Bis 2009, mit der Entfernung der Laufbahn, war das Stadion sogar für Leichtathletik-Wettbewerbe nutzbar, ähnlich wie das Olympiastadion in Berlin oder das Nürnberger Stadion. An der Nordseite der Arena befindet sich das Carl-Benz Center, an der Südseite die neu gebaute Mercedes Benz Welt.

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Die Arena wurde 1929 bis 1933 unter dem Namen Stuttgarter Kampfbahn zum 15. Deutschen Turnfest errichtet. 1949 wurde sie zum Neckarstadion, 1993 zum Gottlieb-Daimler-Stadion umbenannt. 2006 fanden im damaligen Gottlieb-Daimler-Stadion Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt, unter anderem das Spiel um den dritten Platz zwischen Deutschland und Portugal (3:1).

Seit 2008 heißt das Stadion im Zuge eines erneuten Umbaus Mercedes-Benz Arena und stellt heute eine der modernsten Sport- und Veranstaltungsstätten Europas dar.

 

Planetarium

Eine Reise durch die Milchstraße und das ohne Raumschiff, im Carl-Zeiss-Planetarium in Stuttgart ist das möglich. Lassen Sie sich in die außergewöhnliche Welt der Sterne und Planeten entführen und bewundern Sie die Schönheit unseres Sternenhimmels.

Ein Besuch im Stuttgarter Planetarium ist daher für alle Hobbyastronomen und Sternenbegeisterte ein Muss. Das Planetarium im Mittleren Schlossgarten in Stuttgart wurde 1977 von der Carl Zeiss Stiftung gestiftet. Anlässlich zum Todes Tag von Carl Zeiss wurde das Planetarium Stuttgart in Carl-Zeiss-Planetarium umbenannt.

Das Planetarium in Stuttgart
Das Planetarium in Stuttgart

Das familienfreundliche Programm des Planetariums ist sehr vielfältig und führt Sie auf eine spannende Reise durch das Weltall. Von der Entstehungsgeschichte der Erde bis hin zu einer atemberaubenden Lasershow ist alles dabei. Mit modernster Technik wird in der Kuppel des Planetariums ein Sternenhimmel projektiert und die Theorien der Astronomie erklärt. In Sonderveranstaltungen und Fachvorträgen erfahren Sie alles über den Lebenslauf der Sterne, Zeitreisen und Leben auf fernen Planeten.

Vor dem Carl-Zeiss-Planetarium gab es bereits ein Planetarium 1928 das aber leider den Bombenangriffen des zweiten Weltkriegs zum Opfer fiel. Im neuen Planetarium sind noch Überreste des alten Projektors aus dem ehemaligen Planetarium zu bestaunen.

Momentan ist das Planetarium wegen Umbauten geschlossen. Bis zum 23.04.2016 müssen die Hobbyastronomen noch warten, denn dann strahlt es in neuem Glanz höchstmoderner Technik und reist seine Besucher noch mehr in die ferne Welt des Weltalls.

Stuttgart Hauptbahnhof

Weißenhofsiedlung

1927 wurde die Weißenhofsiedlung als Bau-Ausstellung vom deutschen Werkbund durch Vertreter des Neuen Bauens (eine Bewegung im Architektur- und Städtebau) erbaut. Innerhalb von 4 Monaten entstand das Werk der modernen Baukunst, die auch Werkbundsiedlung genannt wird.

63 Wohnungen in 21 Häusern wurden von den damaligen Meistern der Architektur wie Le Corbusier, Gropius und Mies van der Rohe errichtet. Die Siedlung in ihrem modernen Baustil ist weltweit einzigartig und eine Besichtigung wert. Sie spiegelt die gesellschaftliche und kulturelle Veränderung des 20. Jahrhundert wieder.

1958 wurde die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt, nachdem sie auf Grund von kleinen Zerstörungen nach dem zweiten Weltkrieg saniert wurden. In Zeiten des Nationalsozialismus war die sie auf Grund ihrer weißen Dachterrassen, dem deutschen Reich ein Dorn im Auge, da sie an ein „Araberdorf“ erinnerte.

Seit 2002 befindet sich in dem Doppelhaus von Le Corbusier das Weißenhofmuseum, in dem Besucher einen Rundgang durch zwei Haushälften mit unterschiedlichen Ausstellungs-Schwerpunkten erleben können.

Das eine Haus informiert über die Entstehung und die Geschichte der Weißenhofsiedlung. Das andere Haus zeigt eine Momentaufnahme der damaligen Zeit in Form einer Ausstellung aus dem Jahr 1927.

Rathaus

Das Stuttgarter Rathaus ist geschichtlich gesehen sehr sehenswert. Auf dem Stuttgarter Marktplatz rankt das zweiflüglige Gebäude mit dem über 60 Meter hohen Turm empor. Es steht in der Nähe der Stiftskirche und des Alten Schloss. Durch die Schulstraße ist der Marktplatz mit der Königsstraße verbunden, die 1953 die erste Fußgängerzone Deutschlands war.

Das neue Rathaus in Stuttgart
Das neue Rathaus in Stuttgart

Vor dem jetzigen Rathaus gab es bereits ein altes Rathaus, das 1901 bis 1905 im Stil der Spätgotik erbaut wurde. Dieses jedoch fiel dem Luftangriffen von 1944 zum Opfer, wobei lediglich der Turm und Teile der beiden Gebäudeflügel übrig blieben. Beim Wiederaufbau sollten diese Teile erhalten bleiben und auch der Turm, wenn gleich er nicht mehr so aussieht wie davor, sollte weiterhin bestehen. 2004 wurde das neue Rathaus für 26 Millionen Euro saniert und auf den neuesten Stand gebracht.

Heute kann man sich ein Glockenspiel mit schwäbischen Volkslieder anhören, die aus dem Glockenturm ertönen. Die Melodien spielen täglich um 12:05, 13:05, 14:35, 18:35 und 21:35 Uhr.

Ein cooler Insidertipp für Nostalgieliebhaber sind die beiden Paternoster (nur noch wenige in Deutschland sind überhaupt noch in Betrieb) im Inneren des Gebäudes. Sogar Schulklassen und Reisegruppen machen einen Halt um eine Fahrt mit dem ungewöhnlichen Aufzug zu erleben. Mit gemütlichen 0,3 Meter pro Sekunden kann man zwischen 8:00 bis 17:00 Uhr an den Öffnungstagen des Rathauses von einem Stockwerk ins andere gelangen.

 

Museen in Stuttgart

Porsche Museum

Für alle Sportwagenliebhaber und Porschebegeisterte ist das Porsche Museum in Stuttgart Zuffenhausen ein Muss. Auf einer Fläche von insgesamt 5600 Quadratmetern werden mehr als 80 Porschemodelle vom ersten Porsche 911 bis heute präsentiert. Seit 2009 ist das Porsche Museum direkt am Stammsitz der Porsche AG in Zuffenhausen für Besucher geöffnet und bietet ihnen einen Einblick in die Geschichte des Sportwagen-Herstellers.

Dabei ist nicht nur die Ausstellung an sich mit seinen Exponenten ein Ausflug wert. Auch das Gebäude selbst ist in seiner ausgefallenen Bauweise wirklich sehenswert. Dem Architekten Delugan Meiss wurde zur Aufgabe gesetzt, ein Gebäude zu entwerfen, das dieselbe Dynamik ausstrahlt, wie die Produkte von Porsche es tun. Das ist auch wirklich zu erkennen. Am Eingang des Museums steht eine ausdrucksvolle Skulptur, die den legendären Porsche 911 in drei verschiedenen Baujahren, an drei Stehlen hängend präsentiert.

Das Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen
Das Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen

Das Museum an sich präsentiert seine berühmtesten Stilikonen auf eine spektakuläre Art und Weise. Vom ersten Porsche 356, über den legendären 911 bis zum 917 ist alles dabei was Porsche-Fans begeistert. Vom Foyer gelangt man erst einmal über eine lange Treppe zum eigentlichen Ausstellungsraum. Dabei werden bereits dort einige der Sportwagen zur Schau gestellt.

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Bei der Ausstellung angekommen, hat man die Möglichkeit, mehr über die Firmengeschichte vor 1948 zu erfahren oder aber zuerst den Hauptteil der Ausstellung zu besuchen. Dort wird die Chronologie der Porsche Produkte vorgestellt, alles im Sinne der „Idee Porsche“.

Die Ausstellung soll den Geist und die Leidenschaft der Macher darstellen und die Ideen, die hinter jedem Porschemodell stecken, wiederspiegeln. In einem 12 Meter langen Vorstellungsraum der „Porsche Touchwall“  kann man in einer virtuellen Zeitreise die wichtigsten Ereignisse der Porsche AG bewundern. Dem Besucher wird beim Vorbeilaufen, die jeweiligen Informationen in Form von Bildeffekten gezeigt.

Das Porsche-Museum ändert jährlich die Themen der Ausstellung und präsentiert den Besuchern somit regelmäßig die Geschichte des größten deutschen Sportwagen-Herstellers auf eine neue Art und Weiße.

Nach dem Rundgang im Porsche Museum kann man den Tag in Ruhe bei einem leckeren Essen und Wein im nebenanliegenden Restaurant ausklingen lassen und die Blicke auf den Porscheplatz und das Produktgebäude schweifen lassen.

 

Mercedes Benz Museum

Im Mercedes-Benz-Museum können Besucher eine Reise durch die Geschichte des Automobils vom Geburtsjahr bis zur heutigen Zeit machen. Dort können Sie 130 Jahre Automobilgeschichte lückenlos nachverfolgen und zudem das mit Architekturpreisen ausgezeichnete Gebäude bestaunen.

Das Museum ist einer DNA-Spirale mit einer Doppelhelix nachempfunden, dass die Philosophie des Unternehmens wieder spiegelt – sich immer wieder neu zu erfinden. Auf neun Ebenen mit insgesamt 16.500 Quadratmetern sind 160 Fahrzeuge und 1500 Exponate ausgestellt.

Mercedes benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim
Mercedes benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim

Jeder Bereich des Gebäudes entspricht dem Sinn von Innovation und schlängelt sich in atemberaubender Form in die Höhe. Es gibt keine Ecken und Kanten, was architektonisch eine Meisterkunst ist. In Sieben Mythos Räumen wird die Geschichte in chronologischer Reihenfolge der Marke Mercedes-Benz von 1886 bei ihrer Gründung bis heute beschrieben.

In dem großflächigen Gebäude haben Sie die Wahl zwischen fünf Kollektionsräume die das Markenportfolio mit allen Produkten der Marke Mercedes-Benz präsentieren oder aktuelle Themen und die Grundlagen des Designs im Themenfeld „Faszination Technik“ kennen zu lernen. Auch für die kleinen Fahrzeugbegeisterten gibt es einen Bereich, in dem sie selbst aktiv werden können und z.B. ihr persönliches Wunschdesign kreieren können.

Im Jahr 2016 feiert das Museum das 10. Jubiläum, was mit außergewöhnlichen Aktionen und einer coolen Party gefeiert wird.

Naturkunde Museum

Wer ein Freund von Tier und Natur ist, besucht das Naturkundemuseum im Rosensteinpark. Das Museum ist themenspezifisch in zwei Gebäuden aufgeteilt, dem Museum am Löwentor und dem Schloss Rosenstein.

Eingang zum Naturkundemuseum Stuttgart
Eingang zum Naturkundemuseum Stuttgart

Durch den schönen Rosensteinpark, der durchaus einen Spaziergang wert ist, kommt man in einer Viertelstunde zu Fuß von einem zum anderen Gebäude. Auf insgesamt 6200 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 11 Millionen Sammlungsobjekten wird die Vielfalt des Lebens dargestellt.

Naturkundemuseum am Löwentor (oberer Eingang des Rosensteinparks)
Naturkundemuseum am Löwentor (oberer Eingang des Rosensteinparks)

Das Museum am Löwentor führt den Leitgedanken „Moderne begegnet Fossil“ im wahrsten Sinne des Wortes aus. Das 1985 erbaute „neue“ Gebäude präsentiert die Welt der Urzeittiere und nimmt den Besucher auf eine Zeitreise durch mehrere Millionen Jahre mit. Zu besichtigen gibt es Fossilien und Konstruktionen von Tieren und Pflanzen aus der Urzeit, den Steinheimer Schädel – einer der ältesten menschlichen Fossile in Mitteleuropa (300.000 Jahre alt)- und das berühmte Bernsteinkabinett mit Insekten und Kleintieren.

Das zweite Museum im Schloss Rosenstein zeigt im Gegenzug dazu die Natur, wie sie heute ist. In fünf Bereichen wird der Besucher durch verschiedene Themenwelten nach dem Motto „Natur begegnet Kultur“ hindurch geführt. Mit der Evolution und der Geschichte des Lebens angefangen, erfährt man alles über die Vielfalt des Lebens von der Alge bis zu Menschen. Nach Landschaftszonen getrennt, werden die verschiedenen Lebensräume der Erde und Ihre Lebewesen präsentiert.

Staatsgalerie Stuttgart

Eines der meistbesuchten Kunstmuseen ist Deutschland ist die Staatsgalerie in Stuttgart. Auf drei Gebäude aufgeteilt werden Gemälde und Plastiken von 14. bis 21. Jahrhundert ausgestellt. Die Hauptsammlung in der Staatsgalerie hat sich jedoch auf Kunstwerke des 20. Jahrhunderts spezialisiert. Das Hauptgebäude und somit die „Keimzelle“ des Museums ist die Alte Staatsgalerie, die „im Sinne der Aufklärung als auch der künstlerischen Ausbildung“ entworfen wurde.

Der Eingang zur Staatsgalerie in Stuttgart
Der Eingang zur Staatsgalerie in Stuttgart

Das klassizistische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert war Museum und königliche Kunstschule zugleich. Die Neue Staatsgalerie ist 1984 auf eine architektonisch sehr eindrucksvolle Weise erbaut worden, und soll die Kunstgeschichte in seiner architektonischen Gestaltung reflektieren. Im Jahr 2002 wurde dann der dritte Erweiterungsbau hinzugebaut, der mit einer Glasbrücke mit der alten Staatsgalerie verbunden ist.

Auf einer Fläche von ca. 9000 Quadratmetern können Besucher Kunstwerke aus mehreren Epochen bewundern und in sechs Rundgängen, die aufeinander aufbauen, die Geschichte der Kunst erfahren.

Kunstmuseum am Schlossplatz

Im Herzen von Stuttgart am Schlossplatz befindet sich seit 2005 das Kunstmuseum Stuttgart in einem beeindruckenden gläsernen Neubau. Die Ausstellungsfläche von 5000 Quadratmetern, die sich bis in ein ehemaliges unterirdisches Tunnelsystem erstreckt, bietet genügend Platz für die besonderen Kunstwerke.

Auf zwei Etagen werden ausgewählte künstlerische Sammlungen der Stadt gezeigt und mit kleineren Ausstellungen vertieft und ergänzt.  In den Sonderschauen des Museums werden unteranderem Kunstwerke aus der heutigen Zeit gezeigt und regelmäßig Kunstsammler dazu eingeladen, Ihre Werke im Rahmen einer „Sammelreihe“  dort zu präsentieren.

Das Besondere an dieser Ausstellung ist die Verbindung der Gegenwart mit der Geschichte, die durch Eindrücke des 19. Jahrhunderts bis in die Neuzeit reichen. Der gläserne Aufbau des Gebäudes bringt dabei seinen modernen Charme mit und führt den Besucher in moderner Atmosphäre durch die historische Kunst.

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Schweine-Museum Stuttgart

Ein Museum der etwas anderen Art ist das Schweine Museum in Stuttgart. Dort findet man alles, rund ums Schwein, von originellen Sparschweinen, bis hin zu den kuriosesten Gebrauchsartikeln in Schweineform. Das Museum bietet eine permanente Ausstellung mit über 50.000 Exponaten verteilt in 29 Themenbereichen.

Das Schweinemuseum in Stuttgart
Das Schweinemuseum in Stuttgart

Zusätzlich gibt es wechselnde Sonderausstellungen, wo die „schweinischen“ Kunstwerke von bekannten Künstlern präsentiert werden und so wichtige Ereignisse wie der Weltschweinetag gefeiert werden. In 29 originell gestalteten Räumen werden Themen, wie die Entwicklung der Schweinerasse, die Hintergründe der „göttlichen“ Schweine und die Herkunft des Glückschweinsymbols erklärt.

Seit 2010 findet man das Schweine Museum, welches übrigens das größte seiner Art ist, in dem alten Verwaltungsgebäude des Stuttgarter Schlachthofs. Neben dem Museum befindet sich ein Gasthof in dem man genüsslich nach dem Museumsrundgang einkehren und seinen Schweinebraten genießen kann.

Übrigens: Die Adresse des Schweine-Museums ist nicht ohne Hintersinn; Schlachthofstraße 2a in  70188 Stuttgart.

Straßenbahnwelt Stuttgart

Erleben Sie die Geschichte der Straßenbahn am direkten Objekt erleben in der Straßenbahnwelt in Stuttgart. Dort erfährt man alles über die Entwicklung und Entstehung der Straßenbahn und sieht die Modelle hautnah vom Pferdebahnwagen 1868 bis zur letzten „historischen“ Straßenbahn Generation von 1959, die bis 2007 sogar noch in Betrieb war.

Die Stuttgarter Strassenbahnwelten der SSB
Die Stuttgarter Strassenbahnwelten der SSB (Quelle: Wikipedia)

Das Museum ist in dem ehemaligen Straßenbahndepot in Bad Cannstatt von 1929 untergebracht, wo jeder die historischen Exponate von innen und von außen betrachten kann. Sonntags hat man sogar die Möglichkeit die Oldtimer Straßenbahn (Oldtimerlinie 21) in Betrieb zu sehen und eine gemütliche Fahrt von Cannstatt in die Innenstadt zu genießen.

Wer eine Fahrt mit einem alten Omnibus bevorzugt, kann mit der Oldtimerlinie 23E durch die Innenstadt tuckern. Dabei fühlt man sich gleich 60 Jahre zurück versetzt- wären da nicht Smartphone, Tablet und Co.

Stuttgarts Zoo: Die Wilhelma

Die Wilhelma ist zoolgischer Garten und Zoo in einem. Der botanische Garten wurde im Auftrag vom damaligen König Wilhelm I von Württemberg ab 1842 geplant. 1846 weihte ihn der König ein. Auf über 30 Hektar liegt der Park mitten in der Stadt zwischen dem Stadtteil Bad Cannstatt und dem angrenzenden Rosensteinpark in dem auch die beiden Naturkunde-Museen der Stadt Stuttgart untergebracht sind.

Gewächshaus im maurischen Stil in der Wilhelma
Gewächshaus im maurischen Stil in der Wilhelma

Seit dem Jahr 1953 ist die Wilhelma ebenfalls ein Zoo. Die Besucher können im Tierpark mehr als 11.500 Tiere aus über 1200 Arten besuchen und im Streichelzoo am nördlichen Ende der Wilhelma auch anfassen.

Mehr als 2 Millionen Besucher strömen jedes Jahr in den Zoo und genießen sowohl die Tier- als auch die Pflanzenwelt. Für den Besuch der Wilhelma eignet sich trocknes Wetter, da man als Besucher in der weitläufigen Anlage hauptsächlich zu Fuß unterwegs ist.

Öffnungszeiten: täglich von 8.15 bis 18.00 Uhr

Adresse: Wilhelma 13, 70376 Stuttgart
Parkhaus vor Ort
Anfahrt mit der U-Bahn Linie 14 direkt bis zur Haltestelle

Sightseeing in Stuttgart

Die schönsten Aussichtspunkte in der schwäbischen Landeshauptstadt

Stuttgart bietet, auf Grund seiner sehr hügeligen Landschaft, viele Aussichtspunkte von denen man einen weiten Blick über die württembergische Landeshauptstadt und Ihren Talkessel erlangen kann.

Blick auf das Mausoleum auf dem Rotenberg
Blick auf das Mausoleum auf dem Rotenberg

Birkenkopf – Monte Scherbelino

Der Birkenkopf südlich des Stuttgarter Stadtbezirk Botnang, ist mit 511m der höchste Aussichtspunkt in Stuttgart. Er bietet einen unfassbaren Ausblick über die Dächer von Stuttgart bis hin zur Schwäbischen Alb und dem Nordschwarzwald. Der Berg ist 1953 um 40 Meter gewachsen, weil der alte Trümmerschutt nach den Angriffen des zweiten Weltkriegs dort aufgeschüttet wurde.

Luftaufnahme vom Birkenkopf in Stuttgart
Luftaufnahme vom Birkenkopf in Stuttgart

Heute noch sieht man Gebäudetrümmer aus dieser Zeit, die dort kahl herum liegen. Eine Tafel, am Trümmerhaufen trägt zur Erinnerung an diese Zeit folgende Inschrift: Dieser Berg nach dem Zweiten Weltkrieg aufgetürmt aus den Trümmern der Stadt steht den Opfern zum Gedächtnis den Lebenden zur Mahnung.

Seit 1953 steht dort ebenfalls ein Kreuz, an dem an jedem Sonntag in den Sommermonaten eine Frühandacht der evangelischen Gemeinde abgehalten wird.

Bismarckturm

Im Stuttgarter Norden befindet sich der, zu Ehren von Otto Fürst von Bismarck, gestiftete Bismarckturm. Er steht auf dem 409 Meter hohen Gähkopf und bietet Fernsicht in alle Himmelsrichtungen und über die Stadt Stuttgart.

Der Bismarckturm in Stuttgart
Der Bismarckturm in Stuttgart (Quelle Wikipedia)

Der Bismarckturm wurde 1899 von der Studentenschaft der Technischen Hochschule gestiftet und durch Spenden finanziert. Seit 1928 dient der Turm als gewöhnlicher Wasserturm. Davor wurde auf ihm zu Bismarcks Geburtstag, Todestag und zur Reichsgründung ein 3-5 Meter hohes Feuer in einer Feuerschale entfacht.

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Bohnenviertel / Altstadt

In Antiquitätsläden stöbern, eine Weinprobe in urigen Weinstuben, einen gemütlichen Café genießen oder die gute alte Handwerkskunst haut nah erleben. Das kann man im Stuttgarter Bohnenviertel (Leonhardts-Viertel). Der kleine Stadtteil hat seinen lustigen Namen aus dem 15. Jahrhundert, als die ansässigen Bewohner dort Kletterbohnen angebaut haben.

Das Bohnenviertel in Stuttgart (Luftaufnahme)
Das Bohnenviertel in Stuttgart (Luftaufnahme, Wikipedia)

Den Namen führt das Viertel bis heute und bezaubert seine Fußgänger mit seiner gemütlichen schwäbischen Atmosphäre. Kleine Gässchen und malerische Innenhöfe laden dazu ein, durch die vielen kleinen Boutiquen zu schlendern und dem Charme der Fachwerkhäuser zu verfallen.

Das Bohnenviertel ist der einzige, nach dem zweiten Weltkrieg vollständig erhaltene Teil der Altstadt. Deshalb ist man in Stuttgart besonders darauf aus, das idyllische Quartier soweit es geht in seiner Urgestalt zu erhalten.

1991 wurde daher der Handels- und Vertriebsverein Bohnenviertel aus den Betrieben des Viertels gegründet, die z.B. Feste wie das Bohnenviertelfest veranstalten, das jedes Jahr kurz vor den Sommerferien stattfindet. An diesem Tag zieht es viele Besucher aus nah und fern an, die die kleinen Läden und Verkaufsstände besuchen möchten.

3 KOMMENTARE

  1. … bisher stand Stuttgart bei mir ja nicht soooo hoch im Kurs. Aber ich denke wir schauen bei der nächsten Durchreise mal vorbei, oder?

  2. Stuttgart hat man ja meist nicht sooo auf dem Schrim, wie andere Städte in Deutschland. Der Artikel zeigt, wie falsch man da liegen kann 😉 Stuttgart hat wohl viel zu bieten.
    Beste Grüße
    Maria

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