Istanbul

Istanbul hatte schon viele Namen. Gegründet wurde die Stadt von den Griechen 660 vor Christus als Byzantion. Die Perser unter Konstantin I. tauften den Ort am Ufer des Bosporus, der zur Hauptstadt des neuen römischen Reiches ernannt wurde, Nova Roma, also Neues Rom. In die Geschichte eingegangen ist Istanbul allerdings als Konstantinopel. Dabei genießt die mit zehn Millionen Einwohnern größte Stadt der Türkei einen Sonderstatus.

Sie liegt zu Teil auf der europäischen und zum Teil auf der asiatischen Seite des Bosporus und damit als einzige Stadt auf zwei Kontinenten. Den Status als Regierungssitz verlor Istanbul 1923. Ankara wurde zur neuen Hauptstadt der Nation. Wirtschaftlich und kulturell blieb Istanbul führend.

Dank der bewegten Geschichte Konstantinopels ist die Stadt reich an Sehenswürdigkeiten, das gilt insbesondere im Bezug auf die Bauwerke, wobei die typischen Holzhäuser überall noch erhalten sind. Aufgrund des raschen Wachstums Istanbuls sind im Laufe der Jahre natürlich viele moderne Siedlungen hinzugekommen.

  • Topkapı-Palast: Der Palast, in dem einst die Sultane lebten, ist in vier Höfe unterteilt und besteht aus mehreren Gebäuden samt großem Garten. Entstanden ist das einzigartige Bauwerk Mitte des 15. Jahrhunderts. Die letzten Arbeiten erfolgten noch im 18. Jahrhundert. Genutzt wird die Anlage seit 1923 als Museum. Ausgestellt werden Porzellan, Portraits, Gewänder, Handschriften, Waffen und Juwelen, die allesamt aus der Zeit des osmanischen Reiches stammen.
  • Hippodrom: 100.000 Menschen konnten im vierten Jahrhundert nach Christus im Hippodrom Pferde- und Wagenrennen verfolgen. Nach dem vierten Kreuzzug wurde die Rennbahn nicht weiter genutzt, zum Glück aber auch nicht überbaut. Sehr viel vom einstigen Glanz ist nicht erhalten geblieben. Es steht noch ein Obelisk aus Ägypten, der nach einem Sturz nur noch knapp 20 Meter hoch ist. Gelitten hat auch die Schlangensäule aus Bronze. Die Schale wurde geraubt, die Schlangenköpfe bis auf einen, der heute im Museum ist, zerstört.
  • Pammakaristos-Kirche : Die meisten Mosaike findet man in Istanbul in der Pammakaristos Kirche, die 1292 erbaut wurde. Forscher gehen allerdings davon aus, dass das Gebäude im Stadtteil Fathi schon wesentlich länger steht. Zur Moschee – als solche wird das Hauptgebäude heute noch genutzt – wurde es im 16. Jahrhundert umgebaut. Das Parekklesion ist seit 1949 ein Museum.
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