Ankara

Ankara ist seit dem 13. Oktober 1923 Hauptstadt der Türkei und damit Verwaltungszentrum des Landes. Vorher war die Stadt in Zentralanatolien weitgehend bedeutungslos und erreichte nie den Status eines Konstantinopels, wenngleich auch ihre Ursprünge in der Zeit vor Christus liegen. Zum Zentrum der Macht wurde sie erst mit den türkischen Befreiungskriegen in den 20er Jahren. Die zweitgrößte Stadt der Türkei hat rund vier Millionen Einwohner und gliedert sich in 25 Stadtteile, die insgesamt eine Fläche von fast 2.500 Quadratkilometern einnehmen.

Die türkische Hauptstadt liegt auf einer Höhe von 900 bis 1050 Metern über dem Meeresspiegel und wird vom trockenen Kontinentalklima geprägt. Das zeigt sich an den sehr hohen Temperaturen während der Sommermonate, die bis zu 55 Grad Celsius im Schatten klettern und in der Nacht auf 28 Grad absinken. Im Winter erreicht das Thermometer Werter zwischen minus zehn und plus zehn Grad Celsius.
In die Metropole reist man am einfachsten mit dem Flugzeug. In Istanbul stehen neben Taxen und Linienbussen auch Straßen und U-Bahnen zur Verfügung, um Touren zu unternehmen. Dass die Stadt in ihrer jetzigen Form noch relativ jung ist, spürt man dabei recht deutlich. Das schmälert allerdings nicht den Reiz einer Städtereise nach Istanbul. Es gibt sehr viele Hotels in Ankara, die auch für einen schmaleren Geldbeutel geeignet sind, und eine Reihe von Parks und Gärten, in denen man gemütlich spazieren gehen kann. Kulturelle Höhepunkte setzen die Museen und die Opernhäuser in der Stadt, die für die moderne Türkei steht.

  • Atakule-Fernsehturm: 125 Meter ist der Atakule-Fernsehturm hoch. Er gehört zu den jüngeren Gebäuden in Ankara und wurde erst 1989 fertiggestellt. Inzwischen ist er eines der Wahrzeichen der Stadt. Im Turm gibt es neben einer Aussichtsplattform auch ein Restaurant, mehrere bekannte Imbissbetriebe und ein Einkaufszentrum.
  • Kocatepe-Moschee: Vom Äußeren entspricht die Kocatepe-Moschee den klassischen islamischen Gebetshäusern. Sie hat vier Minarette und eine große Kuppel. Innen besticht sie durch bunte Fenster. Die größte Moschee in Ankara ist auch eine der neuesten. 1967 bis 1980 dauerte es, bis sie nach den Plänen von Hüsrev Tayla errichtet wurde.
  • Anıtkabir: Der Name Anıtkabir steht für Grabdenkmal. Es ist das Mausoleum des türkischen Staatsgründers, Mustafa Kemal Atatürk, der 1938 verstarb. In den ersten Jahren wurde er in Ethnographischen Museum aufgebahrt, ab 1953 im Mausoleum, das nach strikten Regeln gebaut wurde. So ist der Sarkophag beispielsweise nach Mekka ausgerichtet.

 

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Katharina arbeitet und schreibt als Reise-Journalistin und Medien-Bloggerin bei der Text-Center.com