Backsteinhäuser an einer Gracht in Amsterdam
Backsteinhäuser an einer Gracht in Amsterdam

Sehenswürdigkeiten in Amsterdam

Amsterdam bietet ein breites Spektrum an kulturellen und historischen Zielen wie das Reichsmuseum und den Königspalast. Doch auch für Kurioses wie das Marihuana Museum findet sich in der vielseitigen Hauptstadt des Königreiches Niederlande ein passender Rahmen. Egal ob Sie zu einem Kurztrip nach Amsterdam kommen oder die Stadt länger besuchen möchten, Amsterdam ist mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten immer eine Reise wert.

Millionen von Besuchern streifen jedes Jahr ebenso durch das Anne-Frank-Haus wie durch das Rotlichtviertel, besuchen eines der über 50 Museen, zu denen auch das Van-Gogh-Museume zählt, fahren mit Ausflugsschiffen über die Grachten, genießen erholsame Stunden im Vondelpark und bevölkern die vielen Geschäfte der Innenstadt beim Shoppen.

Amsterdam bietet für jeden Geschmack die passende Attraktion und ist mehr als nur einen Besuch wert. Starten wir den Rundgang mit einem besonderen Höhepunkt der königlichen Hauptstadt Amsterdam:

Koninklijk Paleis – der Königspalast

Im Herzen von Amsterdam, der Innenstadt, befindet sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt – der Königspalast mit seinem adretten Vorplatz Dam. Schausteller und Hot-Dog-Stände haben den Dam bis hin zum angrenzenden Wachsfiguren-Kabinett der „Madame Tussad´s“ erobert.

Früher fungierte der 350 Jahre alte Königspalast zunächst als Rathaus. 1808, nachdem Napoleon seinen Bruder Louis zum König der Niederlande machte, wurde das imposante Gebäude zum Palast proklamiert. Diese Funktion erfüllt der Königspalast bis heute. Nach dem Betreten des Palastes lässt sich aber immer noch die eigentliche Funktion des Rathauses erkennen.

Trotzdem ist der Königspalast fast immer für die Öffentlichkeit zugänglich, da sich die königliche Familie nur zu bestimmten Anlässen im Palast aufhält. Besucher können edle Marmorböden, zierliche Skulpturen, historische Gemälde, gigantische Kerzenleuchter und eine jährlich wechselnde Ausstellung besonderer Exponate in den Räumlichkeiten bestaunen.

Rundfahrt durch Amsterdams Grachten

Berühmt ist die Stadt Amsterdam für die Unmengen an Wasserwegen, die sich mitten in der Stadt ihren Weg bahnen. Die 165 Grachten sind verantwortlich dafür, dass Amsterdam liebevoll als das „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird.

Der Gratenring bzw. -gürtel hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert. Die Innenstadt wird von den Hauptgrachten Singel, Keizergracht, Herengracht und Prinzengracht durchzogen. Ein Streifzug gehört natürlich zum Standardrepertoire eines jeden Amsterdam-Besuchs. Natürlich kann man die Grachtenlandschaft gut zu Fuß erkunden, stilvoller und faszinierender ist allerdings eine Bootsfahrt.

Boot in einer Gracht in Amsterdam
Boot in einer Gracht in Amsterdam

In der Nähe von Damrak und Hauptbahnhof sind verschiedene Anbieter vertreten, die Bootsrundfahrten auf den Grachten organisieren. Sportliche Besucher können sich aber auch ein Tretboot mieten. Die ganz persönliche Grachtenfahrt bringt den Besucher auf Augenhöhe mit den vielen vertäuten Hausbooten und den stolzen Schwänen, die die Grachten bevölkern.

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Anne Frank Haus an der Prinsengracht

Seit der Veröffentlichung des weltberühmten Tagebuchs von Anne Frank ist dieses Gebäude an der Prinsengracht wohl das bekannteste Haus in ganz Amsterdam. Das Tagebuch, welches Anne Frank währende des 2. Weltkrieges verfasste, handelt von der Zeit zwischen Juni 1942 und August 1944. Die Familie Frank und einige Freunde versteckten sich im Anne-Frank-Huis, um der Judenverfolgung durch das Dritte Reich zu entkommen.

Im Hinterhaus, welches der Familie mehr als 2 Jahre als Wohnhaus diente, befindet sich eine Dauerausstellung zum Thema Judenverfolgung und Faschismus. Für eine Besichtigung sollten Besucher eine längere Zeitspanne einplanen, da aufgrund der örtlichen Verhältnisse und dem starken Interesse Wartezeiten entstehen können.

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Sehenswürdigkeiten in Amsterdam – die Museen

Rijksmuseum (Reichsmuseum) in Amsterdam

Die weltberühmte Sammlung des Rijksmuseums präsentiert eine richtige Zeitreise durch 800 Jahre holländischer Kunstgeschichte. Auf vier Stockwerken und in 80 Sälen werden derzeit 8.000 Objekte ausgestellt. Einige berühmte Exponate zeigt die Sammlung, die die Geschichte der Niederlande vom Mittelalter bis heute erzählt.

Das bekannteste Gemälde im Rijksmuseum ist wohl die „Nachtwache“ von Rembrandt. In einer Ehrengalerie zeigt das Reichsmuseum zudem große, holländische Meister wie Vermeer, Jan Stehen und Frans Hals. In einem Saal werden alte Puppenhäuser, die zum Teil auf das Jahr 1676 datieren, ausgestellt. Auch eine umwerfende Sammlung Delfter Porzellan, vom Tee-Service bis zu Vasen, gehört ebenfalls zum Repertoire des Reichsmuseums.

Das Rijskmuseum in Amsterdam
Das Rijskmuseum in Amsterdam

Außerdem sollte jeder Besucher einen Blick in die Cuypers-Bibliothek und den Philips-Flügel. Die älteste und größte kunsthistorische Bibliothek Hollands wurde erst kürzlich restauriert und erstrahlt nun wieder in ihrem ursprünglichen Glanz und Zustand. Und im Philips-Flügel werden jedes Jahr mehrere Ausstellungen vom Reichsmuseum ausgerichtet, die auch internationale Leihgaben beinhalten.

Van-Gogh-Museum in Amsterdam

Im 19. Jahrhundert schaffte der post-impressionistische, niederländische Maler Vincent van Gogh seine größten Werke. Mit 1,5 Millionen Besuchern ehrt das Van-Gogh-Museum sein Andenken.

Nirgendwo auf der Welt wurden so viele Gemälde von Vincent van Gogh unter einem Dach zusammengebracht, wie im Van-Gogh-Museum in Amsterdam. Die Exponate umfassen 200 Leinwände, 750 schriftliche Dokumente und 500 Zeichnungen des Künstlers. So erhalten Besucher einen faszinierenden Einblick in das Leben und Schaffen von Vincent van Gogh.

Zu den bekanntesten Werken, die als Exponate im Van-Gogh-Museum in Amsterdam zu sehen sind, zählen das „Selbstportrait“ von Van Gogh, „Die Sonnenblumen“, „Das Schlafzimmer in Arles“ und „Die Kartoffelesser“. Neben den Werken Van Goghs beherbergt das Van-Gogh-Museum eine Ausstellung über das Leben des Künstlers sowie Exponate von befreundeten Künstlern, die sein Wirken beeinflussten.

Das Stedelijk Museum in Amsterdam

Liebhaber moderner Kunst müssen die Ausstellung des Stedelijk Museums einfach gesehen haben. Die berühmte Ausstellung hat sich hauptsächlich auf Gemälde spezialisiert, umfasst aber auch Zeichnungen, Grafikdesign, Fotografien, Skulpturen und moderne Medien.

Die Exponate des Stedelijk Museums in Amsterdam orientieren sich an den künstlerischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. In den Niederlanden ist das Stedelijk Museum die Heimat der wichtigsten Kunstsammlungen. Die permanent laufende Ausstellung ist fokussiert auf Pop Art, Stijl, abstrakten Expressionismus, Cobra, Zero/Minimal Art und Nouveau Réalisme.

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Berühmte Künster wie Karel Appel, Picasso, Monet, Matisse, Piet Mondrian, Chagall, Cezanne und Renoir gehören zu den Schöpfern der im Stedelijk Museum ausgestellten Exponate. Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen, die im gesamten Jahr für neue, spannende Eindrücke sorgen.

Tropenmuseum in Amsterdam

Angrenzend an den Osterpark, in dem sich übrigens ein Spaziergang lohnt, und ganz in der Nähe des Artis Zoos befindet sich das Amsterdamer Tropenmuseum. Die lebensechten Nachbildungen eines südost-asiatischen und eines afrikanischen Dorfes geben einen Einblick in die Lebensweise der in den Tropen beheimateten Völker. Zum Inventar des Tropenmuseums gehört zudem eine Ausstellung über Musikinstrumente aus der ganzen Welt sowie über Süd-Amerika. Hinzu kommen wechselnde Wanderausstellungen, die temporäre Kunst und Photos zum Thema haben.

Das Hanf-Museum und das Marihuana-Museum in Amsterdam

In fußläufiger Entfernung liegen auf dem Oudezijds Achterburgwal, einem der wichtigsten Wege im Rotlichtviertel, zwei kleine Museen. Das Hanf- und Marihuana-Museum zeigt verschiedene Nutzungsformen für eine der ältesten Pflanzen, die der Mensch seit Jahrtausenden kennt und bei der Herstellung von Textilien, Seilen und Papier genutzt wird. Die Hanf- oder Cannabispflanze wurde allerdings auch für „Erholungszwecke“ genutzt, was in vielen Ländern heutzutage nicht mehr gestattet ist.

In der Hanf-Galerie geht das Museum auf die zivilisierte Verwendung von Cannnabis, auf die Geschichte der Pflanze und die Tradition der Pflanze in der Kunst ein. Im Hinteren Teil der Ausstellung finden in einer kleinen Kunstgalerie wechselnde Ausstellungen von Fotografen und Malern statt.

Sehenswürdigkeiten in Amsterdam – Sightseeing

Rot-Licht-Viertel in Amsterdam

Ein Besuch in Amsterdam kann nicht vollständig sein, wenn ein Spaziergang durch das berühmt berüchtigte Rot-Licht-Viertel, welches im Dreieck zwischen Neumarkt, Dam und Hauptbahnhof liegt, nicht stattgefunden hat.

Tag und Nacht erlebt der Besucher in diesem Viertel eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist offensichtlich, dass die Erotik in diesem Viertel die ausschlaggebende Rolle spielt. In rotbeleuchteten Fenstern sitzen Frauen jeden Alters sowie unterschiedlichster Herkunft und warten auf interessierte Männer.

Oude Kerk – Alte Kirche von Amsterdam

Wer im Rot-Licht-Viertel unterwegs ist, wird sich wundern, mitten im Herzen davon eine der ältesten Kirchen der Stadt vorzufinden. Die Oude Kerk ist wahrscheinlich die interessanteste und schönste Kirche in ganz Amsterdam.

Eine kleine Kapelle, die dem Heiligen Nikolaus als Schutzheiligem der Seeleute gewidmet wurde, legte im 13. Jahrhundert den Grundstein für das imposante Baudenkmal der Oude Kerk. Zirka 100 Jahre war die St. Nicolaaskerk, die vom Volk liebevoll Oude Kerk genannt wurde, für das Seelenheil der Fischer allein zuständig, bis die Nieuwe Kerk am Dam ihren Dienst antrat.

Heutzutage werden in der Oude Kerk immer noch Messen abgehalten. Zudem ist die Oude Kerk für Hochzeiten sehr beliebt. Mittlerweile beherbergt der gotisch geprägte Bau aber auch regelmäßig Ausstellungen wie die „World Press Photo Show“, die jedes Jahr im April eröffnet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Nieuwe Kerk in Amsterdam

Die „Neue Kirche“ ist bereits 600 Jahre alt. Trotz dieses Alters und den Wirren der vergangenen Jahrhunderte stellt die Nieuwe Kerk direkt neben dem königlichen Palast am Dam stolz ihre schön verzierte Fassade zur Schau.

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Der Amsterdamer Zoo Artis

Ein nachgebauter Regenwalt für Nachttiere stellt die Hauptattraktion des Artis Zoos dar. Neben den bekannten Tierarten können zudem Aale in einer Nachahmung des Amsterdamer Kanalsystems beobachtet werden. Mit der „Savanne“, dem Aquarium und einem geologischen Museum wird das Zooangebot abgerundet.

Parks und Grünanlagen in Amsterdam

Der Vondelpark

Der im Süden der Amsterdamer Innenstadt gelegene Vondelpark bietet sich für lange Spaziergänge oder das Inline-Skaten an. Der Park umfasst grüne Liegewiesen, eine Vielzahl von Spielplätzen, mehrere kleine Teiche sowie Restaurants und Cafés. Das Vergnügungsviertel Leidseplein ist nur 5-Gehminuten davon entfernt.

Shopping in Amsterdam

Amsterdam ist bekannt für seine vielen, kleinen Geschäfte, die geballt in der Innenstadt zu finden sind. Damit lohnt sich oft schon der Besuch Amsterdams zum Shoppen.

Die Geschäfte im Dreieck Leidseplein, Dam und Muntplein sind auch Sonntags durchgehend geöffnet.

Ein besonderes Highlight für Shopping-Liebhaber stellt zudem der Albert-Cuip-Markt, einer der bekanntesten Straßenmärkte, dar. Mehr als 300 unterschiedliche Verkaufsstände mit den unterschiedlichsten Waren locken die Marktgänger an.

Anreise / So kommen Sie nach Amsterdam:

Anreise nach Amsterdam mit dem Auto

Mit dem eigenen Auto ist Amsterdam von Norddeutschland bzw. Nordrhein-Westfalen in 3-4 Stunden zu erreichen. Aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz sollten Sie einen knappen Tag zur Anreise einplanen.

Parken in Amsterdam

Große Hotels haben in der Regel ein eigenes Parkhaus bzw. eine Tiefgarage. Für Kurzurlaube und Wochenend-Besuche in Amsterdam empfiehlt sich das Parken in einer der Außenbezirke. Von dort kann man zu überschaubaren Kosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Stadt-Zentrum.

Mit dem Zug nach Amsterdam

Amsterdam ist von deutschen Großstädten aus sehr gut mit dem Zug zu erreichen. Je nach Strecke kostet die einfache Bahnfahrt nach Amsterdam ab ca 39,- € mit der deutschen Bahn. Die Fahrtzeiten im Einzelnen:

  • München: ca 8 Stunden
  • Stuttgart: 5-6 Stunden je nach Verbindung
  • Frankfurt/Main: 4 - 5 Stunden
  • Berlin: ca 6 Stunden
  • Hamburg: ca 5-6 Stunden

Mit dem Fernbus nach Amsterdam

Fernbus-Anbieter wie Flixbus fahren mehrmals täglich von fast allen deutschen Großstädten nach Amsterdam. Die Reisezeit liegt aber in der Regel deutlich über der Anreise mit dem Zug oder dem eigenen Auto.

Flug nach Amsterdam

Der Amsterdamer Flughafen Schipol wird von KLM, Lufthansa, Eurowings und  weiteren Airlines von fast allen deutschen Großstädten angeflogen.

Die niederländische Fluglinie KLM fliegt aktuell von den folgenden deutschen Städten aus direkt nach Amsterdam: Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart und Dresden.

Der Amsterdamer Flughafen Shipol liegt nur wenige Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum. Vom Flughafen kommen Sie tagsüber alle 10 bis 15 Minuten mit dem Intercity oder Sprinter bequem innerhalb von 16 Minuten bis zum Amsterdamer Hauptbahnhof.

Wer lieber mit dem Taxi fährt, braucht dazu in der Regel zwischen 25 und 30 Minuten. Die Taxifahrt vom Flughafen zum Zentrum kostet ca. 40 - 50 €.

 

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